Globaler Klimaschutz.
Der Klimawandel ist ein drängendes Problem mit weitreichenden Folgen für unsere Gesellschaft. Angesichts steigender globaler Temperaturen haben sich Länder weltweit zu internationalen Protokollen verpflichtet, um einen ökologischen Wandel herbeizuführen. Das Kyoto-Protokoll von 1997 forderte Staaten dazu auf, ihre CO2-Emissionen zu senken, um die Treibhausgaskonzentration in der Atmosphäre zu verringern. Es wurde inzwischen durch das Pariser Klimaabkommen abgelöst, das den Geltungsbereich über die Industrienationen hinaus erweitert, da der Klimawandel als globale Herausforderung für alle Nationen betrachtet wird. Großbritannien führte 2008 ein Gesetz ein, das darauf abzielte, die Treibhausgasemissionen auf 80 % des Niveaus von 1990 zu senken. Im Jahr 2019 wurde dieses Ziel auf 100 % bis 2050 verschärft – das bedeutet Netto-Null-Emissionen. Trotz dieser Bemühungen gibt es Verzögerungen bei der Umsetzung staatlicher Klimapolitik, und auch Unternehmen sowie Privatpersonen zögern bei der Anpassung. Großbritannien ist daher noch weit davon entfernt, seine Netto-Null-Ziele zu erreichen. Das letzte Jahr war das wärmste Jahr seit Aufzeichnungsbeginn. Angesichts der näher rückenden Frist für 2050 muss jeder seine Anstrengungen im Kampf gegen den Klimawandel verstärken, um eine nachhaltigere Zukunft zu gestalten.
Wie beeinflussen Lieferprozesse den Klimawandel?
Online-Shopping ist extrem bequem. Nach kurzem Stöbern und ein paar Klicks kannst du dich zurücklehnen und auf deine Lieferung warten. Doch das hat gravierende Auswirkungen auf die Umwelt. Jede Bestellung bedeutet mehr gefahrene Kilometer. Die meisten Lieferfahrzeuge werden mit Diesel oder Benzin betrieben. Für jede Meile, die eines dieser Fahrzeuge zurücklegt, werden mehr als 400 Gramm Kohlendioxid in die Atmosphäre ausgestoßen. Rechnet man das auf vier Milliarden Lieferungen pro Jahr hoch, sind der Kraftstoffverbrauch und die CO2-Emissionen erschreckend. Insgesamt machen Transport- und Lageraktivitäten 11 % der Treibhausgasemissionen in Großbritannien aus. Seit 1990 sind die Emissionen der meisten Fahrzeuge gesunken. Das gilt für Pkw, schwere Nutzfahrzeuge, Busse, Züge und sogar den Inlandsflugverkehr. Doch bei leichten Lieferwagen sind die Emissionen gestiegen, was das Wachstum des E-Commerce und der Haustürlieferungen widerspiegelt. Hinzu kommt, dass jede Lieferung einzeln verpackt werden muss. Dies verbraucht zusätzliche Ressourcen für die Herstellung oft übermäßiger Mengen an Plastik- und Kartonverpackungen. Diese sind meist Einwegprodukte und werden vom Verbraucher nach der Lieferung entsorgt.
Lieferdienste versuchen lediglich, die Wünsche der Verbraucher zu erfüllen. Käufer wollen eine Lieferung am nächsten oder sogar am selben Tag, was dazu geführt hat, dass die Zustellung auf der letzten Meile explodiert ist und unsere Straßen mit Lieferfahrzeugen verstopft sind. Die Verkehrsbelastung durch die hohe Anzahl an Lieferfahrzeugen erhöht die Emissionen zusätzlich. Zudem ist ein Anstieg des unbewussten Konsums zu beobachten. Durch allgegenwärtige Werbung und soziale Medien werden Käufer zu Impulskäufen verleitet. Anstatt einen Einkauf zu tätigen, bei dem man mehrere Artikel auf einmal kauft, bestellen Verbraucher oft täglich und erhalten regelmäßige Lieferungen. Unmittelbarkeit und Bequemlichkeit werden höher bewertet als ökologische Bedenken.
Verbraucher bevorzugen zudem zunehmend weniger optimierte Methoden der Auftragsabwicklung, zum Beispiel wenn sie über mehrere Tage hinweg mehrere Bestellungen tätigen, anstatt sie gesammelt liefern zu lassen. Viele Waren sind online schwer einzuschätzen. Kleidung, Schuhe und Wohnaccessoires passen beispielsweise oft nicht oder haben nicht die richtige Farbe. Daher gibt es einen wachsenden Trend, mehr zu kaufen, als man behalten möchte, was die Retourenquoten in die Höhe treibt. Hohe Retourenraten bedeuten mehr Fahrten – entweder weil der Kunde zu einem Geschäft oder einer Rückgabestelle fährt, um einen Artikel zurückzugeben, oder weil ein Fahrer losgeschickt wird, um ihn abzuholen.
So reduzierst du den ökologischen Fußabdruck deiner Lieferflotte.
Du kannst aktiv dazu beitragen, die Auswirkungen deines Lieferbetriebs auf das Klima zu begrenzen. Ein wichtiger Schritt ist der Umstieg auf Elektrofahrzeuge. Deren Treibhausgasemissionen sind 17-30 % niedriger als bei Benzin- oder Dieselfahrzeugen. Der Wechsel zu umweltfreundlichen Fahrzeugen ist heute noch nachhaltiger, da der Strom zunehmend aus erneuerbaren Energien stammt. Wenn du neben der Logistik auch E-Commerce betreibst, kannst du zudem durch optimierte Verpackungen deine Umweltbilanz verbessern.
Bei der Verpackung gibt es jedoch keine pauschale Lösung. Man könnte meinen, es sei sinnvoll, komplett auf Kunststoff zu verzichten, da dieser oft als am wenigsten nachhaltig gilt. Doch in manchen Fällen ist Kunststoff die beste Wahl. Er ist beispielsweise leichter als viele andere Materialien, was die CO2-Bilanz beim Transport verbessert. Nur wenn du den gesamten Lebenszyklus deiner Verpackungen betrachtest, triffst du die richtige Entscheidung. Vielleicht ist Karton aufgrund der Größe deiner Produkte besser geeignet. Oder du führst Mehrwegverpackungen ein und motivierst deine Kunden dazu, Materialien wiederzuverwenden statt sie zu entsorgen.
Durch eine optimierte Fahrzeugauslastung kannst du Lieferungen bündeln und die gefahrenen Kilometer reduzieren. Das bedeutet: weniger Leerstand und maximale Auslastung pro Route. Anstatt zehn Lieferwagen pro Woche von deinem Lager aus in die Stadt zu schicken, könnte eine bessere Tourenplanung die Anzahl auf neun reduzieren. Eine effizientere Routenplanung senkt zudem drastisch deine Kilometerleistung und damit deinen Kraftstoffverbrauch.
Mit der richtigen Technologie zur Routenoptimierung verhinderst du, dass deine Fahrer im Stau stehen oder unnötig lange Strecken fahren. Jeder eingesparte Kilometer verhindert den Ausstoß von etwa 400 g CO2. Bei einer größeren Flotte und Dutzenden oder Hunderten täglichen Touren summieren sich diese kleinen Einsparungen schnell. Auch Alternativen für die letzte Meile können einen großen Unterschied machen. Biete deinen Kunden neue Optionen an: Die Lieferung an Paketstationen minimiert beispielsweise die Anzahl fehlgeschlagener Zustellungen und senkt deine Kraftstoffkosten.
Ebenso hilft es, Click-and-Collect oder Abholpunkte anzubieten, um deine gefahrenen Kilometer zu reduzieren. In dicht besiedelten städtischen Gebieten kann es sich sogar lohnen, die letzte Meile per Fahrrad oder zu Fuß zurückzulegen. In unseren größten Städten ist das Verkehrsaufkommen oft so hoch, dass dies nicht nur klimafreundlicher, sondern auch der schnellste Weg für eine Zustellung ist.
Reduziere aktiv deinen CO2-Ausstoß.
Als Logistikdienstleister und E-Commerce-Anbieter ist es entscheidend, dass du deinen Beitrag zur Verringerung der Umweltauswirkungen bei der Paketzustellung leistest. Durch nachhaltige Prozesse und eine optimierte Tourenplanung kannst du deinen CO2-Fußabdruck verkleinern und aktiv zum Klimaschutz beitragen – ohne dabei die Erwartungen deiner Kunden zu vernachlässigen. Geo2 unterstützt dich bei der Dekarbonisierung: Mit leistungsstarken Funktionen zur Routenplanung und -optimierung reduzierst du gefahrene Kilometer und den Kraftstoffverbrauch. Zudem kannst du den CO2-Ausstoß pro Fahrzeug analysieren und so genau nachverfolgen, wie deine Maßnahmen den Ausstoß langfristig senken. Jetzt kostenlos testen.



