1. Plane die effizientesten Routen.
Deine effektivste Strategie, um Zeit zu sparen, ist die Planung der bestmöglichen Routen. Dabei legst du deine Lieferziele fest und ermittelst die schnellste Reihenfolge für alle Stopps.
Das kannst du manuell tun, aber das ist extrem zeitaufwendig. Transport-Management-Systeme (TMS) verfügen über Funktionen zur Routenplanung, die dies automatisch und deutlich schneller für dich erledigen. Noch besser ist Software mit integrierter Routenoptimierung. Hierbei berücksichtigt das System die Standorte und die Straßen dazwischen, um die effizienteste Route zu berechnen.
Um die Lieferung zu beschleunigen, kann die Routenoptimierung einbeziehen, welcher Straßentyp am schnellsten ist und ob die Strecke durch Ampeln beeinträchtigt wird. Zudem ist die kürzeste Strecke nicht immer die schnellste. Manchmal ist ein kleiner Umweg von ein paar hundert Metern sinnvoller, wenn du dadurch eine schnellere Straße nutzt oder einen problematischen Kreisverkehr umfährst.
2. Umfahre Staus und Verkehrsbehinderungen.
Es ist leicht, Stunden im Stau zu verlieren. Tatsächlich verbringen Fahrer in London, die während der Stoßzeiten 20 km am Tag zurücklegen,mehr als ein Drittel ihrer Zeit im stockenden Verkehr.
Einige Städte haben besonders hohes Verkehrsaufkommen, aber wenn du belebte Straßen umfahren kannst, erreichst du dein nächstes Ziel schneller. Und nicht nur der Berufsverkehr ist ein Problem.
Was ist mit kurzfristigen Baustellen, die gestern noch nicht da waren? Oder Umleitungen, die über Nacht wegen einer Veranstaltung eingerichtet wurden? Du kannst das nicht immer im Voraus wissen, aber diese Faktoren beeinflussen deine Fortschritte und die Einhaltung deiner Zeitpläne massiv.
Mit einer Verkehrs-App oder einem TMS, das dich dynamisch um Staus und Hindernisse herumführt, kannst du bei jedem Stopp wertvolle Minuten sparen. Dank Live-Verkehrsdaten wirst du automatisch von Unfällen oder langen Staus weggeleitet.
3. Plane Mittagspausen und kurze Stopps ein.
Es ist verlockend, unterwegs zu essen, um Zeit zu sparen. Auch wenn es nicht direkt verboten ist, kann es gefährlich sein und sollte daher vermieden werden.
Es ergibt durchaus Sinn, sich etwas zu essen mitzunehmen, damit du nicht extra anhalten musst. Da du aber ohnehin irgendwann eine Toilettenpause brauchst, ist es klüger, diese Stopps proaktiv zu planen.
Wenn du auf deiner Route einen Ort findest, an dem du sowohl essen als auch die Toilette benutzen kannst, legst du zwei Stopps zusammen und kannst danach direkt weiterfahren. So verlierst du später keine Zeit mit der Suche nach geeigneten Möglichkeiten.
4. Organisiere deine Ladung, damit du Pakete sofort findest.
Wir alle kennen das Bild des überforderten Fahrers, der verzweifelt nach einem Paket sucht, Adressen prüft und den halben Laderaum auf die Straße oder das Dach des Vans räumt. Diese Unordnung kostet extrem viel Zeit.
Wenn du 120 Lieferungen am Tag hast und für jede nur eine Minute mit Suchen verbringst, verlierst du täglich zwei Stunden. Diese Zeit hättest du sofort zurück, wenn du deinen Van von Anfang an richtig belädst.
Wie du deinen Van am besten optimierst, hängt von deiner Ladung ab. Grundsätzlich gilt aber: Lade in umgekehrter Reihenfolge, damit das Paket für den ersten Stopp immer direkt an der Tür steht.
Ein TMS kann dir noch mehr Zeit sparen, indem es automatisch einen optimierten Ladeplan für dich erstellt.
5. Biete Kunden Benachrichtigungen und Live-Tracking.
Durch Updates und Tracking-Informationen wissen deine Kunden genau, wann ihr Paket ankommt. Sie können ihren Tag darauf einstellen und sind mit höherer Wahrscheinlichkeit zu Hause, wenn du vor der Tür stehst.
So musst du nicht erst nach einem sicheren Ablageort suchen oder einen freundlichen Nachbarn finden, der das Paket annimmt.
Solche Hürden zu vermeiden, spart bei jeder erfolgreichen Zustellung wertvolle Zeit – über den Tag hinweg summiert sich das auf mehrere Minuten.
Wenn keine alternative Zustellung möglich ist, musst du die Lieferung eventuell neu planen, was den Zeitaufwand für diesen Stopp glatt verdoppelt.
Mit guter Kommunikation durch E-Mail- und SMS-Updates sowie einem Live-Tracking-System stellst du schneller zu und erhöhst deine Erfolgsquote bei der ersten Zustellung.
6. Behalte deine Fahrer im Blick.
Als Transport- oder Lagerleiter weißt du: Alle Bemühungen zur Routenoptimierung und schnelleren Zustellung können durch ineffiziente Fahrer zunichtegemacht werden. Es bringt wenig, bei der Routenplanung alles zu geben, wenn sich ein Fahrer eine überlange Mittagspause gönnt oder während der Arbeitszeit private Erledigungen macht.
Auch wenn du deine Fahrer nicht „überwachen“ möchtest: Ein gewisses Tracking hilft dir dabei, Standards durchzusetzen und die Leistung zu steigern.
Nutze das Tracking in deinem TMS, um beispielsweise Kennzahlen vor einem Mitarbeitergespräch zu prüfen. Oder setze Anreize, damit deine Teams die durchschnittlichen Lieferzeiten des Vormonats unterbieten.
7. Lieferleistung messen und verfolgen.
Die regelmäßige Auswertung deiner Lieferdaten hilft dir dabei, deine Logistikprozesse kontinuierlich zu verbessern.
Eine zentrale Kennzahl ist die Pünktlichkeitsrate, die den Anteil der fristgerecht zugestellten Bestellungen misst. Um deine Logistik weiter zu optimieren, solltest du zudem die Anzahl der täglichen Lieferungen pro Fahrer sowie die gefahrenen Kilometer oder die Zeit zwischen den Stopps im Blick behalten.
Diese KPIs liefern dir die nötige Datengrundlage, um gezielte Anpassungen vorzunehmen und deine Prozesse nachhaltig zu optimieren.
Routen schneller abschließen.
Die Liefergeschwindigkeit ist entscheidend für den Erfolg deines Liefergeschäfts. Mit diesen sieben Tipps beschleunigst du deine Lieferzeiten spürbar, sorgst für zufriedenere Kunden und steigerst deine betriebliche Effizienz. Durch den Einsatz von TMS-Technologie zur Routenoptimierung, dynamischer Stauumfahrung und Performance-Tracking bleibst du der Konkurrenz einen Schritt voraus.
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